Zwischenprüfung

Vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres werden die Fähigkeiten und Kenntnisse der Auszubildenden mittels einer Zwischenprüfung festgestellt. Die Prüfungsinhalte beziehen sich sowohl auf den Berufsschulunterricht als auch auf die erworbenen Fertigkeiten im Rahmen der betrieblichen Ausbildung. Neben dem Auszubildenden erhalten auch der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule das jeweilige Prüfungsergebnis. Die Zwischenprüfung hat keine rechtlichen Folgen für den Fortlauf der Berufsausbildung. Das Ergebnis fließt nicht in die Bewertung der Abschlussprüfung ein. Jedoch ist die Teilnahme an der Zwischenprüfung verbindlich und eine Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Inhalt, Ablauf und Gestaltung der Zwischenprüfung sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik beschrieben. Die Umsetzung der Vorgaben liegt in der Hand des jeweiligen Prüfungsausschusses.

Unter § 7 wird die Zwischenprüfung als „ganzheitliche Aufgabe“ mit einer Höchstdauer von maximal 60 Minuten definiert. Relevant für die ganzheitliche Aufgabe sind gemäß der Ausbildungsverordnung das

  • Planen, Aufbauen und Inbetriebnehmen einer Energieversorgung,
  • Planen, Aufbauen und Inbetriebnehmen einer Beleuchtungseinrichtung,
  • Planen, Aufbauen und Inbetriebnehmen einer Beschallungserinrichtung und
  • Planen, Aufbauen und Montieren eines Tragwerks.

In den Angaben der Ausbildungsverordnung ist eine ganzheitliche Arbeitsaufgabe mit diversen Teilaspekten und Arbeitsaufgaben festgeschrieben. Durch die Bezeichnung „Arbeitsaufgabe“ ist dem Prüfungsausschuss nicht vorgegeben welche Prüfungsinstrumente zu wählen sind (z.B. Prüfstück, Arbeitsprobe, betriebliche Aufgabe, usw.) Die Ganzheitlichkeit der Aufgabe weist aber darauf hin, dass die Aufgabe schriftliche, praktische und mündliche (z.B. Fachgespräch) Bereiche umfassen sollte.

Da die Handlungen der Schülerinnen und Schüler unter einem ganzheitlichen Gesichtspunkt zu bewerten sind, ergibt sich die Anwesenheit des Prüfungsausschuss während der Bearbeitung. Ob die Zwischenprüfung für alle Prüflinge identisch sein muss oder aber individuell gestaltet sein kann, geht aus den Angaben der Verordnung nicht hervor.

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