Zugangsvoraussetzungen

Es gibt keine rechtlich definierten Mindestanforderungen bezüglich des Schulabschlusses für den Eintritt in eine Berufsausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Die durch die Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen zur schulischen Vorbildung der Ausbildungsanfängerinnen und Ausbildungsanfänger zeigen jedoch, dass die Betriebe überwiegend Bewerber mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss einstellen (87 %). Die Verteilung der Schulabschlüsse der Ausbildungsanfänger/innen 2014/15 sind im nachstehenden Diagramm dargestellt.

Schulabschlüsse der Ausbildungsanfängerinnen und Ausbildungsanfänger

Die Verteilung der unterschiedlichen schulischen Vorbildungen der Auszubildenden ist in den letzten Jahren überaus konstant geblieben. Der Anteil von Ausbildungsanfängerinnen und Ausbildungsanfängern mit Hochschulreife lag auch in den vergangenen Jahren bei etwa 50 %.

Neben technischem Interesse ist die Bereitschaft zu den branchenüblichen Arbeitszeiten zu arbeiten eine persönliche Hauptvoraussetzung. Eine gewisse Affinität für künstlerische Belange sowie Kreativität in der technischen Umsetzung dramaturgischer Gesichtspunkte sollte seitens der angehenden Fachkraft für Veranstaltungstechnik vorhanden sein.

Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet Sorgfalt, Teamfähigkeit und Flexibilität als erforderliche Basisqualifikationen. Desweiteren werden Kenntnisse in Physik, Mathematik und Werken genannt.

Über das technische Verständnis und handwerkliche Geschick hinaus sind einige körperliche Voraussetzungen notwendig. Im Allgemeinen ist dies eine gute physische Kondition. Im Speziellen sind Farbsehtüchtigkeit, musikalisches Gehör und Höhenarbeitstauglichkeit gefordert.

Der relativ hohe Altersdurchschnitt der Auszubildenden Fachkraft für Veranstaltungstechnik (ca. 21 Jahre) lässt sich zum Einen mit dem hohen Anteil von Auszubildenden mit Hochschulreife (48%), zum Anderen aber auch mit dem beständigen Anteil an Quereinsteigern begründen. Daneben wird die Volljährigkeit der Bewerber häufig vorausgesetzt. Da die die branchenüblichen Arbeitszeiten in der Theater- und Veranstaltungstechnik in den Abend- und Nachtstunden liegen ist dies mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bei Minderjährigen Auszubildenden nicht vereinbar.Die Ausbildungsbetriebe empfehlen häufig ein Mindestalter von 17 Jahren bei Ausbildungsbeginn, da der Auszubildende somit ab dem 2. Lehrjahr an den abendlichen Veranstaltungen teilnehmen kann. Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) beschränkt die regelmäßigen Arbeitszeiten für Jugendliche auf die Zeiten von 6 – 20 Uhr. Dabei darf ein Arbeitstag 8 Stunden nicht überschreiten und die wöchentliche Beschäftigungsdauer maximal 40 Stunden betragen. Diese und weitere Vorgaben in den Bestimmungen zur Arbeitszeit können im Veranstaltungsbereich zumeist nicht eingehalten werden.

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