Verantwortliche für Veranstaltungstechnik

Der „Verantwortliche für Veranstaltungstechnik“ stellt im Gegensatz zur „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“, dem „Ingenieuer für Theater-/ und Veranstaltungstechnik“ sowie dem „Meister für Veranstaltungstechnik“ keine berufliche Qualifikation, sondern vielmehr eine berufliche Funktion im Rahmen bauordnungsrechtlicher Regelungen dar.

Die Voraussetzungen, um diese Funktion einnehmen zu können, sind in der Versammlungsstättenverordnung § 39 festgelelgt.

„Verantwortliche für Veranstaltungstechnik“ sind demnach:

1. die Geprüften Meister für Veranstaltungstechnik,
2. technische Fachkräfte mit bestandenem fachrichtungsspezifischem Teil der Prüfung nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit den §§ 5, 6 oder 7 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik/Geprüfte Meisterin für Veranstaltungstechnik“ in den Fachrichtungen Bühne/Studio, Beleuchtung oder Halle in der jeweiligen Fachrichtung,
3. Diplomingenieure und Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Theater-, Veranstaltungs- und Produktionstechnik mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung im technischen Betrieb von Bühnen, Studios oder Mehrzweckhallen in der jeweiligen Fachrichtung, denen die zuständige Industrie- und Handelskammer ein Befähigungszeugnis nach Anlage 1 ausgestellt hat,
4. technische Bühnen- und Studiofachkräfte, die den Befähigungsnachweis nach den bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung geltenden Vorschriften erworben haben.

Ein ensprechendes Befähigungszeugnis (VStättV, Anlage 1) stellt i. d. R. die jeweilige Landesstelle für Bautechnik aus. In einigen Bundesländern ist die Ausstellung eines Befähigungszeugnisses mangels landesrechtlicher Grundlage aktuell nicht möglich.

Bei Auf- oder Abbau, wesentlichen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten und technischen Proben auf Großbühnen oder Szenenflächen mit mehr als 200 Quadratmetern muss gemäß VStättV ein Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik anwesend sein. Für Generalproben, Veranstaltungen, Sendungen oder Aufzeichnungen von Veranstaltungen auf Großbühnen oder Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche sind zwei Verantwortliche für Veranstaltungstechnik gefordert. Durch den „Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik“ wurde die bisherige Bezeichnung „Technische Fachkraft“ abgelößt. Bereits vor In-Kraft-Treten der VStättV zugelassene technische Fachkräfte mit Befähigungsnachweis nach TFaVO behalten ihre Berechtigung, die Aufgaben und Pflichten eines Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik wahrzunehmen.

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