Lichttechnik

Auf die Frage „Was ist Licht?“ würde man im Alltag wohl zahllose Antworten erhalten. Auch im technischen Sinne ist eine umfassend gültige Beschreibung nicht einfach zu finden. Tatsächlich erscheint es kaum möglich eine solche Definition überhaupt aufzustellen. Zu unvereinbar agieren die verschiedenen Modelle. Dabei sind, wie der Name dies vorausschickt, Vorstellungen vom Licht als Strahlen-, Wellen- oder Teilchenmodell nur Konstrukte, die der Veranschaulichung dienen. Von Demokrit und Aristoteles über Fresnel und Kepler bis zu Plank und Feynman entstanden Modellvorstellungen, die, zwar  nützlich und hilfreich sind, es aber nicht vermögen, das Wesen des Lichts gänzlich zu erfassen. Theorien der Quantenelektrodynamik, welche die Wechselwirkung von Materie als Austausch von Photonen beschreiben, machen“Licht“ im besten Falle als theroetische Rechenoperationen nachvollziehbar. Letztlich stellen die Wechselwirkungen zwischen Photonen und Atomen in den Modellen der Quantenphysik bis heute einen ungeklärten Forschungsgegenstand dar. Einigkeit besteht darüber, dass dem Licht je nach Art seines Auftretens Quanten- als auch Welleneigeschaften nachgewiesen werden können. Seit Kenntniss der Photonen ist die Idee einer strahlförmigen Lichtausbreitung nicht mehr haltbar. Vielmehr lässt sich das abgestrahlte Licht wohl als kugelförmige Wellenfront beschreiben.

Glücklicherweiße muss sich die Licht- und Beleuchtungstechnik in der Veranstaltungstechnik nicht mit derart komplexen Konstrukten beschäftigen. Im Bereich der Bühnenbeleuchtung steht das Licht als physikalisch-optische Größe im Vordergrund. Allerdings soll dieses unmittelbar erfahrbare Licht in unserem Bereich bestmöglich messbar und vergleichbar sein. Um diese Anforderungen zu erfüllen, sind die Grundlagen der Photometrie sowie die Größen der technischen und geometrischen Optik nötig. Von Interesse ist dabei das Verhalten des Lichts hinsichtlich Reflexion, Absorption und Transmission. Von diesen Grundlagen ausgehend stellen die folgenen Seiten einen Überblick zu Leuchtmitteln, Reflektoren, Linsen und Leuchtmitteln dar. Diese Komponenten erfüllen bereits die Anforderungen an einfach aufgebaute Bühnenscheinwerfer. Des Weiteren sollen nachfolgend auch grundlegende Kenntnisse der Farblehre zusammengetragen werden. um schließlich einen Einblick in die Beleuchtungsarten praktischer Bühnenbeleuchtung zu geben.

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