Farblehre

Seit 1666 herrscht – Newton sei Dank – Gewissheit über das Verhältnis von Licht und Farbe. Der für den Menschen sichtbare Anteil der elektromagentischen Wellen (ca. 380 – 780 nm) lässt sich als Farbspektrum aufschlüsseln. Mit einem Glasprisma konnte Newton experimentell belegen, dass weißes Licht stets aus allen Einzelfarben zusammengesetzt wird. D. h. weißes Licht lässt sich in einzelne Farben zerlegen. Die einzelnen Farben können dann nicht weiter zerlegt werden, lassen sich aber wieder zu weißem Licht zusammenführen. Newton selbst unterschied in Folge seiner Experimente mit unterschiedlichen Glasprismen insgesamt sieben Farbtöne im sog. Spektralband.

Es ist also nicht das Licht, welches gefärbt zu einem Farbeindruck führt. Das weiße Licht stellt die Mischung aller Farben dar. Weiß bedeutet nicht eine weitere Farbe, sondern die Kombination aller anderen Farben. Im praktischen Beispiel ist es folglich nicht ein Sonnenstrahl, welcher das Grün einer Pflanze sichtbar macht. Es ist umgekehrt. Die Pflanze lässt die Farbe des Sonnenlichts sichtbar werden. Vereinfacht ausgedrückt ist unsere Welt einzig und alleine deshalb farbig, weil alle Objekte in ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit andere Wellenlängenbereiche (Farben) stärker oder weniger stark reflektieren. Neben der Reflektion ist freilich auch die Absorption und Transmission eines Gegenstands zu berücksichtigen. Diese bezeichnet die Photometrie als „lichttechnische Stoffkennzahlen“.

So wie eine Fläche dann als weiß erscheint, wenn diese das auftrefende Licht vollständig zurückstrahlt, so erscheint ebendiese Fläche schwarz, wenn das auftrefende Licht vollständig absorbiert wird. Die verschiedensten Bunttöne des Farbspekrtums resultieren aus der Reflektion unterschiedlicher Anteile der Farben des Lichts. Gemeinhin werden die Farbmischsysteme der Subtraktiven Farbmischung und der Additiven Farbmischung voneinander unterschieden. Hierbei unterscheiden sich nicht nur die Verfahren der Farbmischung, sondern insbesondere die jeweiligen Primär- und Sekundärfarben.

 

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